„Eine Win-Win-Gemeinschaft für Anbieter und Anwender digitaler Lösungen“

Dirk Pollert BeitragIm Interview mit Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektrounternehmen Hessen e.V. (HESSENMETALL) und der Vereinigung der hessischen Unternehmensverbände (VhU)

HESSENMETALL vertritt als Verband der Metall- und Elektrounternehmen in Hessen die Arbeitgeber-Interessen gegenüber Arbeitnehmern, der Industriegewerkschaft Metall, Politik und Verwaltung sowie gegenüber der Öffentlichkeit. Darüber hinaus unterstützt der Verband seine Mitglieder mit Veranstaltungen, neuen Formen des Wissenstransfers, Publikationen und maßgeschneiderten Services bei zentralen Herausforderungen wie der digitalen Transformation, dem Technologietransfer und der Fachkräftesicherung. Eine Mitgliedschaft im Verband steht auch interessierten Unternehmen aus der IT-Branche offen, die dadurch auf das vielfältige Serviceangebot der Landesgeschäftsstelle in Frankfurt und das der fünf Bezirksgruppen in Kassel, Wetzlar, Frankfurt, Offenbach und Darmstadt sowie auf das Netzwerk des Verbandes zurückgreifen können.

DFC: Herr Pollert, der Verband der Metall- und Elektrounternehmen als Aussteller auf einer Digitalmesse – da fragen sich viele – macht das Sinn?

Dirk Pollert: Für uns macht das absolut Sinn: Die Metall- und Elektroindustrie ist bereits heute hoch digitalisiert, also alles andere als altes Eisen. Durch das Internet of Things werden Produktionsanlagen miteinander vernetzt. Die gesamte Wertschöpfungskette wird digitalisiert. Es entstehen neue, digitale Geschäftsmodelle. Für unsere Mitglieder ist Industrie 4.0 keine ferne Zukunftsmusik mehr. Sie stecken bereits mitten im Strukturwandel der digitalen Transformation. Die M+E-Industrie ist selbst die größte Anwenderindustrie: oft Treiber, manchmal auch Getriebene der Digitalisierung.
Als Arbeitgeberverband möchten wir unsere Mitglieder in diesem Prozess begleiten. Wir bei HESSENMETALL verstehen uns als Plattform für den digitalen Wandel - mit der Kernkompetenz rund um die Arbeitsbeziehungen, also auch für Arbeit 4.0. Deshalb bringen wir unter anderem auch Anwender und Anbieter digitaler Lösungen zusammen. Dadurch vernetzen wir Herstellerwissen mit Anwenderpraxis in einer konstruktiven Win-Win-Gemeinschaft, die beiden Seiten nützt – durch den Austausch und die Erweiterung von Digitalisierungswissen und den Zugang zu einem Netzwerk aus knapp 600 Mitgliedsunternehmen.

Prozesse im Businessumfeld optimal steuern - im Interview mit Martin Meise, Commercial Manager bei REWOO Technologies AG

Martin interDie REWOO Technologies AG bietet mit Ihren Lösungen eine hochgradig anpassbare Software an, die Prozesse im Businessumfeld so abbildet, wie sie beim Kunden ablaufen. Auf dem Essener DIGITAL FUTUREcongress im November 2018 wurde die Lösung REWOO approve.IT vorgestellt – ein Konzept für digitale Freigabeprozesse aller Art. Im Interview mit Martin Meise, Commercial Manager bei der REWOO Technologies AG, sprechen wir heute über die Erfahrungen mit der Lösung und zukünftige Ausblicke.

DFC: Herr Meise, der Messestand auf dem letzten DIGITAL FUTUREcongress war permanent sehr gut besucht. Welche Erfahrungen konnten Sie sammeln?

Martin Meise: In der Tat war es recht voll an unserem Messestand. Viele Besucher interessierten sich für die Freigabe-Lösungen und haben sich beraten lassen. Oftmals fiel schnell auf, dass fehlende Tools bei Freigaben nur eines von vielen Baustellen der Unternehmen waren. So kamen wir schnell auf unser Grundkonzept REWOO Scope zu sprechen.

DFC: Was genau zeichnet denn REWOO Scope aus?

Martin Meise: Mit REWOO Scope kombinieren wir die Vorteile einer Standard-Software mit denen einer Individuallösung. Gleichzeitig vermeiden wir die Nachteile beider Lösungen.

Unterstützen, vernetzen, Kontakte schaffen – Neue Herausforderungen für Wirtschaftsförderungen – im Interview mit Andre Boschem, Geschäftsführer der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Boschem AndreOb Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistungssektor – die zunehmende Digitalisierung wirkt sich auf die Geschäftsmodelle und die Wertschöpfungsprozesse aller Branchen aus und stellt insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Um weiterhin wettbewerbsfähig und für die Zukunft gerüstet zu sein, müssen sich die Unternehmen diesen Herausforderungen stellen. Die EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH unterstützt Unternehmen im Prozess der Digitalisierung, vernetzt sie mit Forschungseinrichtungen, digitalen Dienstleistern und schafft Kontakte in die wachsende Essener Start-up-Szene. Im Interview mit Andre Boschem, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderung, sprechen wir heute insbesondere über den digitalen Wandel, die wichtigsten Angebote für Unternehmen und die Herausforderung einer Wirtschaftsförderung immer up-to-date zu bleiben.

DFC: Herr Boschem, als Chef der EWG haben Sie eine große Verantwortung. Schließlich hängen an den richtigen Maßnahmen die Wirtschaftskraft der Region und damit viele Familien. Was sind derzeit ihre größten Herausforderungen?

Andre Boschem: Essen hat sich in den letzten Jahren zu einem starken und dynamischen Wirtschaftsstandort entwickelt. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass sich die positive Wirtschaftsentwicklung in Essen fortsetzt. Dazu zählt unter anderem, dass wir die Essener Unternehmen bei ihren Restrukturierungs- und Wachstumsprojekten – wie zum Beispiel beim Prozess der Digitalisierung – tatkräftig unterstützen und neue Firmen für Essen gewinnen. Wichtige Themen, die wir derzeit und zukünftig weiter vorantreiben, sind zudem die zielgerichtete Internationalisierung unseres Standortes, die systematische Förderung von Start-ups und der flächendeckende Breitband-Ausbau in Essen.Oberste Maxime unserer Anstrengungen ist, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in Essen stetig zu verbessern, damit die bestehenden Arbeitsplätze in Essen gesichert werden und neue entstehen können.

Was bringt agile Softwareentwicklung und Design Thinking wirklich? - Im Interview mit Stephan Spies, CEO der OFIGO

StephanOFIGO ist ein agiles, hoch spezialisiertes IT-Beratungs- und Softwareentwicklungshaus mit Sitz in Essen mitten in der Metropole Ruhr. Mit agilen Arbeitsweisen und modernsten Softwaretechnologien bietet OFIGO eine Innovationsarchitektur für die Digitalisierung von Unternehmen und die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsfelder. Seit Jahren hat sich das Unternehmen auf ganzheitliche Lösungen in der Softwareentwicklung spezialisiert und setzt dazu anerkannte Verfahren wie z. B. Design Thinking ein.

Grund genug für uns, einmal mit Stephan Spies, CEO der OFIGO GmbH & Co. KG, zu sprechen.

DFC: Herr Spies, das Wort “agil” wird erst seit ein paar Jahren auch im Bereich der Softwareentwicklung genutzt. Es ist aber auch in ganz vielen anderen Bereichen fast zu einem Modewort geworden. Warum ist Ihrer Meinung nach das Thema „Agile Softwareentwicklung“ das Gebot der Stunde?

Stephan Spies: Der für mich wichtigste Aspekt ist, dass Softwareentwicklungs-Projekte komplex und bei Projektbeginn nur bedingt planbar sind. Viele Anforderungen sind zu Beginn noch unbekannt und müssen darauf hin überprüft werden, ob sie tatsächlich den gewünschten Mehrwert für die Zielgruppe bieten. Somit ergeben sich während der Entwicklung stets neue Erkenntnisse und Bedarfe. Ein erfolgreiches Projektmanagement erfordert daher eine Herangehensweise, die schnelle, überprüfbare Ergebnisse liefert und von vornherein davon ausgeht, dass es Änderungen im Verlauf des Projektes geben wird.

Auf Basis agiler Methoden entwickelt OFIGO maßgeschneiderte Softwarelösungen und digitale Produkte. Der Auftraggeber ist dabei aktiver Teil des Projektteams, was zu besserer Kommunikation sowie mehr Transparenz und Vertrauen führt.

DFC: Agile Softwareentwicklung setzt eine saubere Anforderungsanalyse voraus. Können Sie uns kurz die wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einer erfolgreichen Umsetzung beschreiben?

IoT - Internet of Things für die Industrie - Industrie 4.0 und vorausschauende Wartung für den produzierenden Mittelstand - Im Interview mit Executive Board Dirk D. Sommerfeld

azetiDie azeti wurde 2006 in Lünen gegründet und hat in Berlin ihren Hauptsitz. Die 23 Mitarbeiter sind an beiden Standorten verteilt. azeti ist in ihrem Kerngeschäft als Hersteller von innovativen und leistungsstarken Monitoring-Lösungen zur Überwachung von operativer Technik (OT) und Informationstechnologien (IT) in Unternehmen tätig. Nachdem azeti in der Vergangenheit überwiegend technischer Dienstleistungs- und Produktpartner für Monitoring-Lösungen gewesen ist und über ein beträchtliches Knowhow in der Markteinführung und Umsetzung solcher Produkte verfügt, möchte das Unternehmen sein Geschäftsfeld im Bereich Industrial Internet of Things ( IoT ) weiter ausbauen[AS1].

DFC: IIoT wird häufig gerade im Zusammenhang mit Smart Home Verbindung gebracht. Bitte streichen. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Hinblick auf Industrial IoT Technologie im deutschen Mittelstand?

Dirk Sommerfeld: Azeti Technologie hatte schon immer den Fokus auf Softwarelösungen für mittelständische Unternehmungen insbesondere im produzierenden Gewerbe. Hier sind eine Vielzahl von Maschinen im Einsatz. Im Zuge der Digitalisierung müssen viele dieser Maschinen nachgerüstet werden, um dem Standard für Industrie 4.0 zu genügen. Dabei reichen die Anforderungen der Anwender von der klassischen Automatisierung über Effizienz bis hin zu der Möglichkeit neue Geschäftsmodelle oder vorrauschauende Wartung zu entwickeln.

DFC: Herr Sommerfeld, im Vorgespräch hatten Sie erwähnt, das bereits über 1.000 Installationen weltweit von azeti Software im Einsatz sind. Wie sind diese Installationen an Ihr Unternehmen angebunden und was wird hier genau kontrolliert?

Dirk Sommerfeld: azeti Softwarelösungen sind remote monitoring und analytic Software. Die Bandbreite reicht von Daten aus Maschinen und /oder Sensoren vor Ort sammeln – also das Anbinden- das Auswerten und Bereitstellen der Daten- bis hin zur Interpretation.

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