Alternative zur CeBit - Gibt es das? ( Kommentar von Michael Mattis, Veranstalter DIGITAL FUTUREcongress )

IMG 20180614 144134Ich brauchte ein paar Tage, um zu verstehen, was da vor sich geht. Die Deutsche Messe AG, mit einem der bekanntesten Markennamen im globalen Messegeschäft, gibt die weltgrößte Computermesse CeBIT mit einer Pressemeldung auf.

Der 1. Gedanke der mir hier kam war, “ein mittelständisches Unternehmen hätte eine solche Entscheidung niemals getroffen”. Ich möchte hier gar nicht über den langen Werdegang, oder besser Niedergang der Veranstaltung berichten. Dazu kann man im Internet bereits zahlreiche Kommentare lesen. Was mich allerdings sehr beschäftigt, ist die Tatsache, dass wir hier in Deutschland Vorreiter im Bereich Digitalisierung sein möchten und die größte und bekannteste Plattform weltweit zu diesem Thema einfach an den Nagel hängen.

Mit Beschuldigungen und dem Wort schade, ist es deswegen aus diesem Grund für mich nicht getan. Mögen es monetäre Gründe gewesen sein, welche die Macher der CeBIT dazu bewogen haben

diese Entscheidung zu treffen. Aus der Sicht des Marktes, der IT Anbieter und vor allen Dingen aus Sicht der User oder Entscheider ist die Entscheidung, die weltweit größte Veranstaltung zum Thema Digitalisierung aufzugeben, ein falsches Signal.

O.k., eine Spaß-Veranstaltung im Festivalgewand in Kombination mit einer Business Veranstaltung - das ist wirklich eine große Herausforderung, die ich mir als Veranstalter des DIGITAL FUTUREcongress niemals vornehmen würde. Auch wenn es viele Stimmen gab, die gesagt haben:”Ja, das geht in die richtige Richtung”, hatte ich dabei kein gutes Gefühl.

Kommen wir einmal zu den gefühlten Fakten. Eine Großveranstaltung, die alles wollte und zuletzt jeglichen Fokus auf die Zielgruppe verloren hatte. Trotz Riesenrad und Wasserrutsche für Jugendliche, keine wirkliche Partystimmung. Für Studenten und Start-Ups keine wirkliche Plattform, um ihre neuen Geschäftsmodelle vorzustellen und Investoren zu finden. Zu guter Letzt auch kein Business Event zur Orientierung und dem Einkauf von IT-Lösungen für den deutschen Mittelstand. Viel zu abgehoben. Ich kenne in meinem gesamten Umfeld kaum noch irgend einen Geschäftsführer, der die CeBIT zuletzt besucht hat.

Riesige Hallen mit ein paar künstlichen Bäumen können schließlich auch einen gestandenen Geschäftsführer aus dem deutschen Mittelstand nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sales- Force zwar eine erfolgreiche Softwarelösung ist, aber auch nicht die Lösung für alle digitalen Herausforderung des Unternehmens.

Auch wenn ein Großteil der Messeflächen zuletzt verschleudert oder verschenkt wurde, so müssen doch die Aussteller diese Fläche einigermaßen sinnvoll nutzen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Das kostet viel Geld und für jeden war zuletzt ersichtlich, dass es sich hier nur noch um eine künstlich aufgeblasene Veranstaltung handelte.

Den Nutzen haben zuletzt weder die IT Anbieter noch die Entscheider aus dem Mittelstand, noch sonst eine Zielgruppe wirklich erkannt. Bleiben wir einen Augenblick bei der Zielgruppe mittelständischer Top Entscheider. Digitalisierung ist im Mittelstand längst zur Chefsache geworden und den Entscheidern ist auch klar, dass es nun höchste Zeit ist, sich mit dem Thema Digitalisierung zu beschäftigen. Mit der richtigen digitalen Strategie können mittelständische Unternehmen Kosten sparen, schneller werden und mehr Kunden erreichen. Viele Aussteller, die auch auf dem DIGITAL FUTUREcongress dabei sind, bieten genau die Möglichkeiten der Analyse und anschließend entsprechende Lösungsmodelle.

Dazu benötigt man allerdings keine 150 oder mehr Quadratmeter Ausstellungsfläche. IT ist eine Dienstleistung, aber sie ist keine eigenständige Branche. Sie braucht eine Branche, von der sie gebraucht wird. Daher ist es immanent wichtig, in der Ansprache der Besucher die Möglichkeiten der Digitalisierung in vielen Vorträgen und Workshops zu präsentieren. Diesen Ansatz verfolgen wir als Veranstalter einer regionalen Kongressmesse mit der glasklaren Zielgruppe mittelständische Entscheider aus der 1. und 2. Führungsebene. Zuletzt in Essen mit 2.500 Besuchern und in Frankfurt mit über 3.000 Besuchern.

In vielen Kommentaren zum “Aus” für die CeBIT war zu lesen, dass das Internet der Grund für den Niedergang der Veranstaltung sei. Das glaube ich persönlich nicht. Denn eine Veranstaltung bietet weitaus mehr als die schlichte Information zu Produkten und Dienstleistungen aus dem IT Sektor. Die CeBIT war eine riesige Plattform für den interaktiven Austausch, für die Inspiration und tatsächlich auch viele Jahre der Zeitpunkt für die Präsentation von Neuigkeiten.

Die Integration der gerade regional in den Bundesländern angebotenen Förderprojekte und Clusterinitiativen ist für uns als Veranstalter und insbesondere auch für die oben angesprochene Zielgruppe sehr wichtig. Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht. Zwischen Menschen, die untereinander Vertrauen haben. Veranstaltungen schaffen Vertrauen.

Gerade in einer Zeit, in der Digitalisierung für das fortbestehen und die Entwicklung vorhandener und zukünftiger Geschäftsmodelle von immanenter Bedeutung ist, spielt daher eine Veranstaltung als “vertrauensbildende Maßnahme” eine große Rolle. Dieser Aufgabe stellen wir uns als Veranstalter des DIGITAL FUTUREcongress mit vollem Einsatz und Leidenschaft.

Der Prozess ist in den meisten Unternehmen ähnlich strukturiert und unterscheidet sich nur in den branchenspezifischen Begriffen. Viele Fragen von Entscheidern gehen daher in die gleiche Richtung: Wo kann ich mit meiner Digitalisierung am ehesten erfolgreich sein? Wie kann ich neue Geschäftsmodelle integrieren? Wie machen es andere? Wie machen es die Großen und wie macht es die Konkurrenz?

Kleine und mittelständische Unternehmen erwirtschaften mehr als jeden zweiten Euro und stellen deutlich über die Hälfte aller Arbeitsplätze in Deutschland. Diese Unternehmen brauchen neben all den Unternehmen relevante und anwendbare Lösungen statt IT- Luft-Schlösser. Hier genau braucht es eine Alternative zur CeBIT als Plattform für die Präsentation der IT Anbieter, die Orientierung hinsichtlich Budget, Personalkapazität und Infrastruktur geben können und die Sprache des Mittelstandes sprechen und die jeweilige Herausforderung verstehen.

National, regional, mittelständisch, lösungsorientiert, pragmatisch bietet der DIGITAL FUTUREcongress in einer 1-Tages Veranstaltung der Zielgruppe Mittelstand der CeBIT eine sehr gute Alternative.

 

Schade ist es trotzdem!

Herzlichst

Ihr Michael Mattis

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